Akustik Café -------------------------- Akustik Gitarren und mehr...
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Eastman

Eine absolute Ausnahmefirma. Eastman Gitarren, Mandolinen, Banjos u.v.m. werden in China gebaut. Jedoch hat diese Firma nichts mit den üblichen Fernost-Billigherstellern zu tun, sondern ist eine Manufaktur in der mit hohem handwerklichem Aufwand und ultimativem Können Interpretationen amerikanischer Klassiker und auf traditionellen Gitarrenbau basierende eigene Modelle gebaut werden. Das ganze findet auf einem so hohen Niveau statt, dass weitgehend nicht mehr von „Kopien“ geredet werden kann, denn man würde meiner Ansicht nach damit dem Hersteller nicht gerecht werden.




 

Eastman-Handwerker meistern es z.B. die schwierig zu bauende Gibson F5 Mandoline in atemberaubender Qualität zu fertigen und schaffen so Instrumente mit Seele, die verglichen mit den oft sehr teuren Originalen, ein geradezu sensationelles Preis/Leistungsverhältnis haben.




 

Auch die günstigen „Standardgitarren“ der Firma bestechen durch ein durchdachtes Konzept, optimale Klangausbeute und detailverliebte Verarbeitung und passen so gar nicht in das Klischee „billiger“ China-Gitarren.

 

Was viele in Europa nicht wissen ist die Tatsache, dass viele anspruchsvolle US- Musiker Eastman Instrumente aller Sparten für ihre Musik entdeckt haben. Eine kleine Liste hierzu:

Jon Herington (Steely Dan / Iconic Band)-T 185 Semi Hollow Guitar

Ray Benson (Asleep at the Wheel / Ray Benson Band)- T 486RB Semi Hollow Guitar

Nels Cline (Wilco)- MD804 Mandocello

Darüber Hinaus noch Musiker und ganze Bands, die in Deutschland weniger bekannt sind, in der US-Szene jedoch durchaus eine Rolle spielen:

Jonathan Wilson, Erika Wennerstrom&Kyleen, Tom V.Ray, Dirk Powell, Craig Bartock, Brett Simons, Neal Casal, Jennie Vee, The Common Linnets,

und nicht zu vergessen einen im Donautal recht bekannten Künstler: Gordon November
 

Schaut euch auf auf Youtube die "Eastman guitar workshop" Clips an die vom Importeur dort gedreht wurden.




 

www.eastmanguitars.com





 

...und das war mein erster Eindruck als ich Ende August 2014 die erste Lieferung von Eastman bekam:

 

Die Eastman Gitarren sind nun eingetroffen und ich habe sie getestet. Fazit: die Instrumente sind sehr sehr gut!




 

Die stark an Vintage Vorbilder angelehnten G-..und M-.. Style Gitarren (bei Eastmann "Traditional Series") versprühen enorm viel Originalfeeling, sind aber deutlich leichter "zugänglich" als diese und reagieren gutmütiger als die Originale. Klanglich sind sie enorm und übertreffen meine Erwartungen-auch in Sachen Finish und Verarbeitung!




 

Auch die Eastman eigenen Modelle (3-8 Series)-ich würde sie mal als "moderne Anlehung an die Amerikanische Tradition" bezeichnen-sind sehr gelungen und vereinen optimale Bespielbarkeit und voluminöse Klangentfaltung mit sehr guter Verarbeitung. Sie schwingen sehr feingliedrig und reagieren schon uneingespielt sehr sensibel und dennoch hoch dynamisch.




 

Die günstigen Modelle (1 und 2 Series) sind erwachsen klingende Gitarren mit erstaunlichen klanglichen Eigenschaften und top Verarbeitung. Ihre Pickup-Versionen sind in der Praxis brauchbare und wohlklingende Bandinstrumente, die in ihrer Preisklasse kaum zu schlagen sein dürften und somit top Basic Werkzeuge für Bühnenmusiker darstellen.




 

Bernie Gail,

31.08.2014



 

Eine besondere Auffälligkeit der Eastman Gitarren bleibt mir noch zu beschreiben, wobei ich etwas weiter ausholen möchte:



 

Ein sehr wichtiger Faktor der beim Klang von Gitarren immer wieder übersehen wird ist die Intonation (Tonreinheit). Die Intonation wirkt indirekt auf den Klang und dennoch ist ihre Auswirkung viel grösser als man annehmen wird.

Wie funktioniert das?

Bei Mehrklängen (eigentlich ist auch schon ein Einzelton auf der Gitarre ein Mehrklang, da sich viele "Nebentöne" mit ausbreiten) entstehen Obertöne im Klangbild. Diese Obertöne regen sich gegenseitig stark an und bilden Resonanzen. Voraussetzung dafür ist allerdings die gute Intonation der Grundtöne zueinander. Soll heißen: je besser ein Instrument intoniert, desto mehr harmonische Obertöne fügen sich ins Klangbild ein. Bei gut gestimmten Klavieren zB kennt man diesen Effekt-trotz eines runden geschlossenen Klanges flirren und schwirren die Töne harmonisch, dynamisch und lebhaft obwohl sie zusammen dennoch ein definiertes in sich rundes Klangbild ergeben.



 

Viele Gitarren unabhängig ihrer Preisklasse (vorallem mit Stahlsaiten) erreichen solche Nuancen trotz gutem oder sogar sehr gutem Grundklang nicht, da sie schlicht zu schlecht intonieren und so in sich unharmonisch und flach klingen.



 

Ich hatte selten so gut intonierende Gitarren wie die Eastmans in der Hand-und das gilt ausnahmslos für alle (!) Modelle. Das setzt einen sehr hohen Standard an Feintuning voraus, sowas ist, neben perfekter Konstruktion, nur durch penibelstes Nachbearbeiten von Steg und Sattel zu erreichen.



 

Die Auswirkungen dieser Eigenschaft bewirkt, dass die nicht vollmassiven Modelle der 1er und 2er Serien zu ihrem schon recht erstaunlichen Grundklang eine harmonische tonale Souveränität verbreiten die verblüffend ist und deutlich höheren Preisgefilden vobehalten schien.

Bei den vollmassiven Serien (ab 3er) entstehen flirrende Klangfarben mit plastischem Harmonieverhalten. So generiert sich teilweise ein Klavier ähnlicher Klangfarbenreichtum mit immensem Volumen.

04.03.2015

Bleibt mir noch eine Besonderheit der Eastman Gitarren zu erwähnen:

 

Der Tonabnehmerklang!

 

Auch hierzu werde ich etwas ausholen, wobei hier Tonabnehmer für Akustikgitarren gemeint sind:

 

Es ist immer wieder zu lesen, dass z.B. LR Baggs Systeme gut klingen, oder dass sie schlecht klingen. Genau das Gleiche ist über Shadow Pickups zu lesen und die allermeisten Gerüchte und widersprüchlichsten Einschätzungen gibt es über Fishman Pickups. Oft wird ihnen der typische "Piezo-Klang" nachgesagt-ein Wort, das alles Negative in diese Richtung beinhaltet.

Tatsache ist, dass alle diese Behauptungen richtig sind. Tatsache ist auch, dass alle diese Behauptungen falsch sind...hä!? Spinnt der Bernie jetzt? Hat er zuviele Drogen genommen? Nein, keine Angst um meinen mentalen Zustand, ich will erklären wie ich`s meine:

Ein Pickup ist ein Pickup-d.h. er nimmt den Ton ab-er macht ihn nicht. Er kann nur so gut klingen (oder besser den Ton abnehmen, daher "Tonabnehmer") wie dieser ihm angeboten wird. In der Praxis bedeutet das: in welche Gitarre wird wie sorgfältig welcher wie gut zum Instrument passende Pickup eingebaut!? Fazit: in der Praxis ist das Thema ungeheuer komplex und es ist schlicht möglich mit jedem hochwertigen Pickup in der dazu passenden Gitarre gute Ergebnisse zu erzielen.

 

So ist es bei den Eastmans!

Viele dieser Gitarren (100er und 200er Serie, teilweise 300er) haben einfache Fishman Pickups...und doch klingen sie abgenommen exzellent! Der Klang ist satt, warm mit flirrenden Klangfarben. Dazu kommt noch eine gute Mikrofonie der Decke (Schlaggeräusche) und sehr gute Feedback-Unempfindlichkeit. Der künstliche "Piezoklang" ist nicht vorhanden und es wird viel vom Klangcharakter des jeweiligen abgenommenen Instruments übertragen.

Das gilt für alle Eastmans mit Tonabnehmer!

Bei den Höheren Serien (teilweise300er, 400er und aufwärts) wird der" Schertler Lydia" Pickup verbaut-ein recht ungewöhnliches undersaddle System, das eher einem Kontaktmikrofon als einem "normalen" Stegeinlagenpickup entspricht. Dieses System überträgt enorm viele Details und Feindynamik, was durchaus zu der immensen Sensibilität der höheren Eastman Serien passt.

 

Ohne Zweifel: hier wird mit der gleichen Sorgfalt und Know How gearbeitet wie bei der Intonationseinstellung und vorallem der richtige Tonabnehmer eingebaut-ob Fishman oder Schertler...

 

Die günstigeren Eastman Gitarren werden so trotz ihrer auf den ersten Blick "einfachen" Pickup-Ausrüstung zu hervorragenden und dazu noch leicht zu handhabenden Bühnen- und Bandinstrumenten.

Die teureren Eastmans werden zu sensiblen Bühneninstrumenten die viele Klangfarben und Details hörbar machen.

 

Bernie

Da fällt mir doch noch was auf:

ich arbeite sehr viel an Tonaufnahmen. Vorallem die Eastman E6OM und E10D sind mit guten Mikrofonen abgemiked Referenzklasse wenn es darum geht absolut "amtliche" Vintage Sounds aufzunehmen.

Also hier ein Statement für anspruchsvolle Tonstudio Besitzer:

es muss nicht immer eine sündhaft teure Vintage Ma.. oder Gi.. sein...

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