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RIVERSONG

Tja, was will man dazu sagen?

Schon einige Hersteller und superschlaue Konstrukteure haben ihre Produkte als "die neue Innovation" bei Gitarren angepriessen. Oft stellte sich das Ganze dann als mehr oder weniger plumpes Marketing, Fehlkonstruktion oder schlicht geflunkert heraus. So angepriesene "Neukonstruktionen" konnte der Kenner dann kurze Zeit später unter der Rubrik "alter Wein in neuen Schläuchen" oder "auf dicke Hose gemacht und nix dahinter" verbuchen-mit einem wissenden mitleidigen Lächeln.

Bei Riversong Guitars von Mike Miltimore und seiner kleinen Mannschaft dürfte die Sache schon ganz anders liegen!

 

Hier wurde nicht verkrampft versucht das Rad neu zu erfinden,

sondern von Grund auf so neu konstruiert, als ob vorige Bauarten nie da gewesen wären. Alle Menkmale und Besonderheiten die diese Instrumente nun ausmachen sind nur einem "hohen Ideal" geschuldet:

 

Die komplette Schwingungsfreiheit der Decke

 

Waswannwie? Bei einer konventionell gebauten Gitarre gibt es ein deckentechnisches Paradoxon: die Decke soll schwingen, muss aber gleichzeitig die Saitenlast tragen. Damit sie das kann muss sie stark verbalkt werden, an den Rändern extrem fest mit dem Korpus verbunden. Zudem muss der Hals über einen festen Klotz im Korpus verankert werden.

Um mit dieser herkömmlichen Konstruktion die Decke richtig locker schwingen zu lassen wird der Aufwand sehr hoch und es bedarf sehr edler Materialien. Doch die Physik kann nicht ausser Kraft gesetzt werden und so ist es kein Wunder, dass richtig gut klingende konventionelle Gitarren fast  ausnahmslos hochpreisige Instrumente begnadeter Gitarrenbauer wie z.B. Joe Striebel sind.

 

Hier setzt Riversong aus Canada konstruktiv an:

-Der Hals geht intern bis zum hinteren Zargenende durch und mündet in einem Gurtpin-so ist er komplett vom Korpus entkoppelt. Die gesamte Halskonstruktion lässt sich lösen und im Halswinkel kippen. Die Decke ist nicht mit dem Hals verbunden! Der Hals mündet in der Unterseite in eine Art "Tasche" aus Holz die dann die Decke festigt.

-Die Zarge ist somit ebenso wie die Decke nur sehr wenig belastet. Aus diesem Grund ist sie nur sehr leicht mit der Decke verbunden, weshalb die Gitarre auch kein Korpusbinding hat. Die so frei schwingende (weil entlastete) Zarge eröffnet dann natürlich deutlich mehr Auswahl bei den möglichen Hölzern. Beim Modell "Trad CDN" wird hierfür z.B. Fichte verwendet-das wäre bei konventioneller Konstruktion undenkbar!

-Die Decke ist, wie schon gesagt, sehr stark entlastet und wird an ihrer Unterseite weniger verbalkt damit sie intensiver schwingen kann. Aus diesem Grunde konnte auch komplett auf ein stabilisierendes Schallochfutter verzichtet werden. Konsequent ist auch der Verzicht auf eine konventionelle Schallochrosette.

 

Puh, das mal so für`s Grobe! Tatsächlich gibt es noch ein paar Ideen die bei Riversong Guitars umgesetzt wurden.

 

Soso, und warum das Ganze?

Hört es euch an-eine Gitarre ist eine Gitarre-oder? Die Riversong ist doch anders-und sie ist extrem gut!

 

Beim Spielen stellt sich ein anderes Spielgefühl ein. Konventionelle Stahlsaitengitarren haben einen "Druckpunkt". Wenn man eine Saite anschlägt entsteht ein Gegendruck, ein Widerstand der durch die Spannung der Decke erzeugt wird. Den muss man zuerst wegdrücken-ein Bisschen wie wenn man über eine Sprungschanze fährt. Routinierte Spieler sind das gewohnt und arbeiten mehr oder weniger bewusst damit-für Neulinge oder Umsteiger aus der Klassik-Ecke ist das erst mal ungewohnt und evtl. auch anstrengend.

Bei den Riversong Gitarren ist dieser Druckpunkt so gut wie nicht vorhanden! Die Gitarre schwingt sofort ohne jegliche Verzögerung in genau der Energie die man in den Anschlag steckt-auch wenn es nur sehr wenig ist! Dieses Gefühl kennt man von den allerbesten halbakustischen E-Gitarren (z.B. Nick Page LeSabre, ner guten ES 335 usw.). Bei Akustik-Steelstrings ist das ungewöhnlich und erschliesst neue Spielstilistiken.

 

Ganz extrem ist diese Eigenschaft bei der Trad CDN/CDN Performer  mit dem Fichtenkorpus ausgeprägt.

Die Trad CDN SE/CDN SE Performer mit dem Ahornkorpus hat einen Hauch mehr Druckpunkt und muss etwas mehr "angeschoben" werden, da hier die Decke etwas mehr durch den härteren Korpus eingespannt wird. Dafür klingt diese Variante dann dynamischer und druckvoller als die extrem sensible Fichtenkorpus-Version

 

Bei den PU/Cut- Versionen (Performer) ist ein B-Band Tonabnehmersystem eingesetzt, das einen Stegeinlagenpickup (UST) mit einem Deckentransducer (AST)-einer Art Kontaktmikrofon- kombiniert. B-Band Systeme sind heikel, da sie extrem auf Gitarren reagieren. Hier klingt das System sehr gut, die Gitarren sind sehr gut auf den B-Band abgestimmt und damit 100% Live-tauglich.

Heike mit ihrer Lieblings Riversong Trad-CDN SE Performer
Zwei die für Aufsehen sorgen: Trad-CDN und Trad-CDN-Performer
...Fichtenholz Korpus mit Cutaway
wirkt wie aus rohem Holz: die "Trad Cdn"
Fichtendecke und -Zarge(!) mit "Monitor-Schallloch"
Blick nach Innen: der Fortsetzungsbalken des Halses
Untere Zargenseite: Das Gurtpin tragende Halsende mit der Verstellskala.
Kopfplatte des Ahornhalses mit individuell für jede Saite drehmomentoptimierten Mechaniken
Griffbrett mit 24 Bünden für H/E-Saite, Schalloch mit speziellem Schalldiffusor
Kirschfarben getönter Ahornkorpus bei der Trad CDN SE Performer" Das eingesetzte B-Band System überträgt druckvoll und dennoch natürlich.

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